Röntgen oder MRT der Wirbelsäule - ein Methodenvergleich und was ist besser

Röntgen- und Magnetresonanztomographie sind wichtige diagnostische Methoden zum Nachweis von Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer Elemente des Bewegungsapparates. Was ist effizienter, genauer und sicherer? Wie unterscheiden sie sich?

Röntgen

Die Radiographie ist eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten diagnostischen Methoden, mit denen sich verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates nachweisen lassen . Das Verfahren basiert auf der Röntgenübertragung und dem Fotografieren der undurchsichtigen inneren Elemente des Körpers mit dem anschließenden Aufbringen des Bildes auf den Film.

In das Röntgengerät ist eine spezielle Röntgenröhre eingebaut, in der die Partikel beschleunigt werden. Durchlaufen die Strahlen den menschlichen Körper verzögert, so dass die Struktur der Elemente des Bewegungsapparates auf dem mit dem Gerät verbundenen Bildschirm sichtbar wird.

Auf dem Röntgenbild der Wirbelsäule sind meist nur Knochen und Wirbel sichtbar. Dies liegt an der Tatsache, dass das Knochengewebe am härtesten ist, so dass es die Strahlen absorbiert und sie zurückhält. Weichteile absorbieren fast nicht viel Strahlung, so dass sie auf dem Bild nicht sichtbar sind - sie sind schwarz.

Mithilfe der Radiographie können Sie eine Fraktur, eine Verletzung der Wirbelstruktur, eine Krümmung der Wirbelsäule, Risse im Knochen- oder Knorpelgewebe diagnostizieren. Manchmal wird ein Bild in drei Projektionen aufgenommen, um ein genaueres Ergebnis zu erzielen.

Vorteile der Methode:

  1. Niedrige Kosten und Verfügbarkeit (in den meisten Kliniken sind Röntgenaufnahmen kostenlos).
  2. Die Fähigkeit, den geringsten Schaden in der Struktur der Wirbelsäule zu sehen.
  3. Schnelligkeit und Schmerzlosigkeit.
Die Nachteile der Radiographie sind ihre Unsicherheit . Die Strahlenbelastung während des Eingriffs ist minimal, aber der Patient ist immer noch einem kleinen Teil der Strahlung ausgesetzt. Daher wird für schwangere Frauen die Röntgenaufnahme nicht empfohlen, um den Fötus nicht zu schädigen. Außerdem wird das Verfahren bei Übergewicht nicht empfohlen, da das Bild unscharf und verschwommen ist.

MRT

Die Magnetresonanztomographie ist eine diagnostische Methode, bei der ein menschlicher Körper in einer speziellen Kammer unter Verwendung von Radiowellen und einem starken Magnetfeld durchscheinend ist.

Während des Eingriffs wird die Person in einen Tomographen gebracht, in dem sich ein konstantes Magnetfeld ausbildet. Unter der Einwirkung von Wellen im Körper des Patienten werden Atomkerne angeregt, der Apparat nimmt sie auf und misst sie, wodurch ein schichtweises Bild der inneren Strukturen des Körpers entsteht.

Die MRT ermöglicht es, möglichst genaue Informationen über den Zustand von Knochenstrukturen, Muskeln, Gefäßen, Nerven usw. zu erhalten. Mit Hilfe des Verfahrens lassen sich Entzündungsvorgänge, Tumore, geringste Pathologien, Nervenklemmen oder Gefäßklemmen erkennen.

In folgenden Fällen kann keine MRT durchgeführt werden:

  • Anwesenheit im Metallkörper (Ilizarov-Apparat, Metallimplantate, Schrittmacher usw.).
  • Schwangerschaft
  • Nierenerkrankung (wenn während der Diagnose ein Kontrastmittel verwendet wird).

Wenn der Patient klaustrophobisch ist, kann dies zu bestimmten Schwierigkeiten während des Eingriffs führen. Daher ist es wichtig, den Patienten zu beruhigen und ein Gespräch mit ihm zu führen, bevor Sie beginnen.

Vorteile der Methode:

  1. Eine Gelegenheit, eine genaue Diagnose zu stellen und minimale Störungen sowohl im Knochen als auch im Weichgewebe festzustellen.
  2. Bildqualität und dreidimensionales Bild.
  3. Sicherheit

Die Magnetresonanztomographie ist im Vergleich zur Radiographie relativ kostenintensiv und zeitaufwändig. Um das Bild der Wirbelsäule zu erhalten, benötigt man ca. 30-40 Minuten .

Vergleich

Beide Verfahren beziehen sich auf die Methoden der instrumentellen Diagnostik und ermöglichen es Ihnen, die inneren Strukturen des Körpers genau zu erkennen und die Pathologie rechtzeitig zu identifizieren. Diese Diagnosetypen unterscheiden sich jedoch erheblich voneinander:

  1. Nach dem Wirkprinzip wird mit speziellen durchdringenden Strahlen ein Röntgenbild erzeugt und bei der Magnetresonanztomographie ein spezielles Feld erzeugt, das Atomkerne anregt und aufnimmt.
  2. Durch die Erreichbarkeit - in fast jeder Klinik gibt es einen Röntgenraum und bei Bedarf können Sie sich ohne Termin sofort ein Bild machen. Der Tomograph ist aber in Kliniken selten vorhanden, man kann den Eingriff vorwiegend in Privatkliniken nach Absprache durchführen. Darüber hinaus variieren die Methoden stark im Preis.
  3. Aus Sicherheitsgründen sind Röntgenstrahlen ein wenig schädlich, wirken sich jedoch nach wie vor negativ auf den Körper aus, und das Magnetfeld ist absolut sicher.
  4. Entsprechend dem Ergebnis ist es unmöglich, die Lungen, Muskeln, Nerven auf dem Röntgenstrahl zu sehen. Ein MRT-Scan zeigt alle diese Strukturen und ermöglicht es Ihnen, die Pathologie zu sehen. Darüber hinaus kann ein MRT-Bild auf einem Computerbildschirm vergrößert werden, sodass die Bereiche der Wirbelsäule und der Umgebung detailliert untersucht werden können.

Was ist besser

Die Frage „Was ist besser?“ Kann sofort mit einem MRT beantwortet werden, da es sicherer und genauer ist. Objektiv gesehen ist jedoch zu beachten, dass sich Röntgen- und Magnetresonanztomographie in den meisten Fällen gegenseitig ergänzen.

Zum Beispiel klagt der Patient über ständige Rückenschmerzen und der Arzt schickt ihn zur Röntgenaufnahme. Nach Erhalt des Ergebnisses konnte keine genaue Diagnose gestellt werden, da im Bild keine Abweichungen erkennbar waren und der Zustand der Wirbelsäule auf den ersten Blick normal war. Dann wird der Patient zur MRT geschickt, da dies eine genauere Methode ist. Dann kann sich herausstellen, dass der Patient einen Bandscheibenvorfall, einen Überstand der Wirbel usw. hat.

Röntgenstrahlen können Wirbelsäulenfrakturen oder das Anfangsstadium einer Osteochondrose nachweisen. Dann ist keine zusätzliche Diagnose erforderlich.

Die Wahl der diagnostischen Methode hängt auch von den Kontraindikationen ab - es ist notwendig, den behandelnden Arzt darüber zu informieren, damit er eine alternative Methode vorschreibt. Schwangere dürfen nur Ultraschalluntersuchungen durchführen, diese sind jedoch bei der Erkennung von Wirbelsäulenkrankheiten unwirksam. Warten Sie also ab und lassen Sie sich nach der Geburt untersuchen.

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