Was ist der Unterschied zwischen einer offenen und einer geschlossenen Heizungsanlage?

Die Warmwasserbereitung in einem einzelnen Wohngebäude besteht aus einem Heizkessel und Heizkörpern, die durch Rohre miteinander verbunden sind. Das Wasser wird im Kessel erwärmt, gelangt über die Rohre zu den Heizkörpern, gibt in den Heizkörpern Wärme ab und gelangt wieder in den Kessel.

Zentralheizung ist ebenso wie autonom angeordnet. Der Unterschied ist, dass das zentrale Kesselhaus oder BHKW viele Häuser heizt.

Die Begriffe "geschlossenes System" und "offenes System" werden zur Kennzeichnung der autonomen Heizung und der Zentralheizung verwendet, unterscheiden sich jedoch in ihrer Bedeutung:

  • In autonomen Heizsystemen sind offene Systeme Systeme, die über ein Ausdehnungsgefäß mit der Atmosphäre kommunizieren. Systeme, die keine Nachricht mit der Atmosphäre haben, werden als geschlossen bezeichnet.
  • In Häusern mit Zentralheizung spricht man von einem offenen System, bei dem das Warmwasser zu den Zapfstellen direkt aus dem Heizsystem kommt. Und geschlossen, wenn das in das Haus eingedrungene Warmwasser das Leitungswasser im Wärmetauscher erwärmt.

Autonome Heizsysteme

Das Wasser, mit dem der Kessel, die Rohre und die Heizkörper gefüllt sind, dehnt sich beim Erhitzen aus. Der Druck im Inneren steigt stark an. Wenn Sie nicht die Möglichkeit vorsehen, zusätzliches Wasservolumen zu entfernen, bricht das System. In den Ausdehnungsgefäßen erfolgt ein Ausgleich von Volumenänderungen des Wassers durch Temperaturänderungen. Mit zunehmender Temperatur gelangt überschüssiges Wasser in das Ausdehnungsgefäß. Bei sinkender Temperatur wird das System mit Wasser aus dem Ausdehnungsgefäß ergänzt.

  • Ein offenes System ist durch ein offenes Ausdehnungsgefäß ständig mit der Atmosphäre verbunden. Das Gefäß ist in Form eines rechteckigen oder runden Tanks ausgeführt. Form spielt keine Rolle. Es ist wichtig, dass es eine ausreichende Kapazität hat, um das zusätzliche Wasservolumen aufzunehmen, das durch die Wärmeausdehnung des zirkulierenden Wassers erzeugt wird. Das Ausdehnungsgefäß befindet sich am höchsten Punkt der Heizungsanlage. Das Gefäß ist über ein Rohr, das als Steigrohr bezeichnet wird, mit dem Heizsystem verbunden. Das Steigrohr schließt sich am Boden des Tanks an - am Boden oder an der Seitenwand. Ein Abflussrohr ist oben am Ausdehnungsgefäß angebracht. Es wird in der Kanalisation oder auf der Straße außerhalb des Gebäudes angezeigt. Im Falle eines Überlaufbehälters ist ein Abflussrohr erforderlich. Es sorgt auch für eine ständige Verbindung des Speichers und des Heizsystems mit der Atmosphäre. Wird das System mit Handeimern mit Wasser gefüllt, ist der Tank zusätzlich mit einem Deckel oder einer Klappe ausgestattet. Wenn die Tankkapazität richtig gewählt ist, wird der Wasserstand im Tank vor dem Einschalten der Heizung überprüft. Der Wasserdruck im "offenen System" entspricht dem atmosphärischen Druck und ändert sich nicht mit einer Änderung der Temperatur des im System zirkulierenden Wassers. Eine Sicherung gegen Druckerhöhung ist nicht erforderlich.
  • Das geschlossene System ist von der Atmosphäre isoliert. Ausdehnungsgefäß verschlossen. Die Form des Gefäßes ist so gewählt, dass es bei minimaler Wandstärke dem größten Druck standhält. Im Inneren des Gefäßes befindet sich eine Gummimembran, die es in zwei Teile teilt. Ein Teil ist mit Luft gefüllt, der andere Teil ist an das Heizsystem angeschlossen. Das Ausdehnungsgefäß kann an einer beliebigen Stelle im System installiert werden. Mit steigender Wassertemperatur gelangt der Überschuss in das Ausdehnungsgefäß. Luft oder Gas in der anderen Hälfte der Membran wird komprimiert. Wenn die Temperatur abnimmt, nimmt der Druck im System ab, und Wasser aus dem Ausdehnungsgefäß wird unter Einwirkung von Druckluft aus dem Ausdehnungsgefäß in das System gedrückt. In einem geschlossenen System ist der Druck höher als in einem offenen System und ändert sich ständig in Abhängigkeit von der Temperatur des zirkulierenden Wassers. Zusätzlich ist das geschlossene System zwangsläufig mit einem Sicherheitsventil für den Fall eines gefährlichen Druckanstiegs und einer Vorrichtung zur Luftfreigabe ausgestattet.

Heizungsanlage öffnen

Fernwärme

Wasser aus der Zentralheizung wird in einem zentralen Heizraum oder BHKW erwärmt. Hier erfolgt die Kompensation der Wasserausdehnung mit der Temperatur. Als nächstes wird heißes Wasser von einer Umwälzpumpe in das Wärmenetz gepumpt. Die Häuser sind über zwei Rohrleitungen direkt und umgekehrt an das Heizungsnetz angeschlossen. Das Wasser, das durch eine direkte Rohrleitung in das Haus gelangt, wird in zwei Richtungen aufgeteilt - in Heizung und Warmwasser.

  • Offenes System Das Wasser fließt direkt zu den Warmwasserhähnen und wird nach Gebrauch in den Abwasserkanal geleitet. Das „offene System“ ist einfacher als das geschlossene, aber in den zentralen Kesselhäusern und KWK-Anlagen muss eine zusätzliche Wasseraufbereitung durchgeführt werden - Reinigung und Entlüftung. Für die Bewohner ist dieses Wasser teurer als Leitungswasser und von geringerer Qualität.
  • Geschlossenes System. Das Wasser strömt durch den Kessel und gibt Wärme an die Heizung des Leitungswassers ab, verbindet sich mit dem Rücklaufheizwasser und kehrt zum Heizungsnetz zurück. Erhitztes Leitungswasser gelangt in Warmwasserhähne. Ein geschlossenes System durch den Einsatz von Wärmetauschern ist komplizierter als ein offenes, dann wird Leitungswasser nicht nachbehandelt, sondern nur erwärmt.

Geschlossene Heizung

Die Begriffe „offenes System“ oder „geschlossenes System“ gelten nicht für das gesamte Zentralheizungssystem einer Stadt oder eines Dorfes, sondern für jedes Haus einzeln. In einer Zentralheizung können Häuser sowohl mit einem „offenen System“ als auch mit einem „geschlossenen System“ verbunden werden. Allmählich offene Systeme sollten durch Wärmetauscher ergänzt und in geschlossene Systeme umgewandelt werden.

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